Informationen zu Walter Dick und dem Walter Dick-Archiv

Walter Dick - ein Kölner Fotograf

Walter Dick zählt neben August Sander und Hermann Classen zu jenen Fotografen, die am Ende des Zweiten Weltkrieges den Zustand Deutschlands – am Beispiel Kölns – beeindruckend dokumentieren. Dicks Blick auf seine Vaterstadt ist geprägt von intimer Kenntnis, kritischer Aufmerksamkeit und der Fähigkeit, die beginnende Überwindung der Katastrophe im Leben der Menschen einzufangen.

Er verliert nie die Menschen aus dem Blick, die in diesem Trümmerfeld leben und die vorsichtig beginnen, sich wieder Normalität zu verschaffen. Dick zeichnet ein Bild von Köln, das in seiner Intensität, Dichte und fotografischer Prägnanz weit über eine ästhetische Qualität hinausgeht.

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Der Fotojournalist Walter Dick wurde 1914 in Köln geboren. 1929 bis 1935 begann er seine fotojournalistische Laufbahn bei der "Kölnischen Zeitung", Verlag DuMont Schauberg, Köln. In der Zeit von 1936 bis 1938 war er als Fotojournalist für den"Berliner Bilderdienst" tätig. 1939 fotografierte Walter Dick im Auftrag der italienischen Regierung für einen Bildband in Lybien. Ab September 1939 berichtete er von den Kriegsschauplätzen des 2. Weltkrieges. Im September 1944 heiratete er in Belgrad Annaliese Zehl.

Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im September 1945 entstanden seine Bilder vom zerstörten Köln und von dem Aufbauwillen der Bevölkerung. Er arbeitete als freier Fotojournalist für Kölner Tageszeitungen, für die "Neue Illustrierte", "Neue Rhein Zeitung" und für viele andere Fach- und Sportzeitungen sowie für das Nachrichtenamt der Stadt Köln. Walter Dick prägte in der Phase des Wiederaufbaus und später den Fotojournalismus in der Bundesrepublik Deutschland entscheidend mit. Veröffentlichungen in "Spiegel","Stern" und "Welt" unterstrichen die Qualität seiner Arbeiten.

Er erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. auch den internationalen Preis "world press photo 1964". Seiner Buchpublikation über die "Erste deutsche Radrundfahrt" im Jahre 1949 folgte 1965 der Bildband "Zeit der Ruinen" über das zerstörte Köln. 1965 machte Walter Dick mit einer großen Fotoausstellung in Kölner Gürzenich mit Bildern der Nachkriegsjahre auf die Jahre der Not aufmerksam; die zweite Auflage des Buches "Zeit der Ruinen" erschien im gleichen Jahr.

Es folgten u.a. Ausstellungen im Landschaftsverband von Nordrhein-Westfalen, im Verkehrsamt der Stadt Köln und in der Dresdner Bank. Eine Dokumentation über den "Kölner Karneval" schloß sich im Jahre 1972 an. Beim Westdeutschen Rundfunk Köln begann schon 1956 seine Mitarbeit für Hörfunk und Hörspiel;
später auch für das NRW-Regional-Fernsehen und die ARD-Programme sowie für die WDR-Pressestelle. Walter Dick starb im Juni 1976 in Köln. Sein fotografischer Nachlass wurde bis 2013 von Dietrich Maguhn betreut und verwaltet.

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Walter Dick - ein Kölner Fotograf

Walter Dick zählt neben August Sander und Hermann Classen zu jenen Fotografen, die am Ende des Zweiten Weltkrieges den Zustand Deutschlands – am Beispiel Kölns – beeindruckend dokumentieren. Dicks Blick auf seine Vaterstadt ist geprägt von intimer Kenntnis, kritischer Aufmerksamkeit und der Fähigkeit, die beginnende Überwindung der Katastrophe im Leben der Menschen einzufangen.

Er verliert nie die Menschen aus dem Blick, die in diesem Trümmerfeld leben und die vorsichtig beginnen, sich wieder Normalität zu verschaffen. Dick zeichnet ein Bild von Köln, das in seiner Intensität, Dichte und fotografischer Prägnanz weit über eine ästhetische Qualität hinausgeht.

Walter-Dick-2qVAapjHMWslwk

Der Fotojournalist Walter Dick wurde 1914 in Köln geboren. 1929 bis 1935 begann er seine fotojournalistische Laufbahn bei der "Kölnischen Zeitung", Verlag DuMont Schauberg, Köln. In der Zeit von 1936 bis 1938 war er als Fotojournalist für den"Berliner Bilderdienst" tätig. 1939 fotografierte Walter Dick im Auftrag der italienischen Regierung für einen Bildband in Lybien. Ab September 1939 berichtete er von den Kriegsschauplätzen des 2. Weltkrieges. Im September 1944 heiratete er in Belgrad Annaliese Zehl.

Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft im September 1945 entstanden seine Bilder vom zerstörten Köln und von dem Aufbauwillen der Bevölkerung. Er arbeitete als freier Fotojournalist für Kölner Tageszeitungen, für die "Neue Illustrierte", "Neue Rhein Zeitung" und für viele andere Fach- und Sportzeitungen sowie für das Nachrichtenamt der Stadt Köln. Walter Dick prägte in der Phase des Wiederaufbaus und später den Fotojournalismus in der Bundesrepublik Deutschland entscheidend mit. Veröffentlichungen in "Spiegel","Stern" und "Welt" unterstrichen die Qualität seiner Arbeiten.

Er erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. auch den internationalen Preis "world press photo 1964". Seiner Buchpublikation über die "Erste deutsche Radrundfahrt" im Jahre 1949 folgte 1965 der Bildband "Zeit der Ruinen" über das zerstörte Köln. 1965 machte Walter Dick mit einer großen Fotoausstellung in Kölner Gürzenich mit Bildern der Nachkriegsjahre auf die Jahre der Not aufmerksam; die zweite Auflage des Buches "Zeit der Ruinen" erschien im gleichen Jahr.

Es folgten u.a. Ausstellungen im Landschaftsverband von Nordrhein-Westfalen, im Verkehrsamt der Stadt Köln und in der Dresdner Bank. Eine Dokumentation über den "Kölner Karneval" schloß sich im Jahre 1972 an. Beim Westdeutschen Rundfunk Köln begann schon 1956 seine Mitarbeit für Hörfunk und Hörspiel;
später auch für das NRW-Regional-Fernsehen und die ARD-Programme sowie für die WDR-Pressestelle. Walter Dick starb im Juni 1976 in Köln. Sein fotografischer Nachlass wurde bis 2013 von Dietrich Maguhn betreut und verwaltet.

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