Kinder im zerstörten Köln ab 1945

Walter Dicks Fotos von Kindern in der ersten Nachkriegszeit gehören zu den eindrucksvollsten und zugleich bedrückendsten Photographien seines Werkes. Es sind Bilder von Kindern, die in ihrem kurzen Leben Dinge gesehen und erlebt haben, die niemand und schon gar kein Kind mitmachen sollte. Es sind Kinder, die vielleicht im Luftschutzkeller geboren, sicher aber den Luftschutzkeller fast täglich oder fast jede Nacht erlebt haben. Kinder, die in ihrer Angst keinen Trost oder Hilfe bei Erwachsenen finden konnten, bei Erwachsenen, die selbst Nacht für Nacht voll Todesangst in stinkenden, dunklen Luftschutzbunkern oder Kellern hocken mussten. Kinder, die nach Bombenangriffen zerstörte Häuser und Wohnungen sahen, die zerfetzte Leichen, Verwundete und völlig traumatisierte Menschen ansehen mussten. Kinder, die erlebten, was Hunger und Durst bedeuteten. Kinder, die vielleicht ihre Väter nie gesehen hatten und auch nie sehen würden, da sie tot waren. Kinder, die fragen, warum denn die „Gefallenen“ nicht wieder aufstehen. Kinder, die wissen, was Tod bedeutet, ohne ihn zu begreifen.

Diese Kinder hat Walter Dick nach dem Ende des Krieges fotografiert, dem Ende eines Krieges, dessen Folgen sie mittragen mussten. Jetzt begann der Kampf um Nahrung, um Wohnung, um Kleidung. Wir sehen Kinder, die in Lumpen und Schuhwracks herumlaufen, Kinder, die kein eigenes Bett haben, Kinder, denen man Hunger und Not ansieht. Kinder mit Gesichtern, die von den Erfahrungen gezeichnet sind, Gesichtern, die von Krieg und Not alt und erfahren geworden sind. Und die Gefahren waren nicht vorüber. In den Trümmern wurden viele Kinder verletzt beim Spielen, beim Suchen nach etwas Nützlichem in eingestürzten Kellern und Wohnungen. 

Und doch gibt es auch Bilder der Hoffnung, des Glücks und der Freude. Kinder, die wieder in die Schule gehen, Kinder, die selig auf einem zur Rutsche umfunktionierten verkrümmten Eisenträger herunterrutschen, Kinder, die einen Stein zum Aufbau ihrer Schule mitbringen, Kinder, die sich endlich mal satt essen dürfen bei der Schulspeisung, Kinder, die mit Ferienaktionen endlich mal raus können aus dem Elend und der Not in der zerstörten Stadt.

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Kinder im zerstörten Köln ab 1945

Walter Dicks Fotos von Kindern in der ersten Nachkriegszeit gehören zu den eindrucksvollsten und zugleich bedrückendsten Photographien seines Werkes. Es sind Bilder von Kindern, die in ihrem kurzen Leben Dinge gesehen und erlebt haben, die niemand und schon gar kein Kind mitmachen sollte. Es sind Kinder, die vielleicht im Luftschutzkeller geboren, sicher aber den Luftschutzkeller fast täglich oder fast jede Nacht erlebt haben. Kinder, die in ihrer Angst keinen Trost oder Hilfe bei Erwachsenen finden konnten, bei Erwachsenen, die selbst Nacht für Nacht voll Todesangst in stinkenden, dunklen Luftschutzbunkern oder Kellern hocken mussten. Kinder, die nach Bombenangriffen zerstörte Häuser und Wohnungen sahen, die zerfetzte Leichen, Verwundete und völlig traumatisierte Menschen ansehen mussten. Kinder, die erlebten, was Hunger und Durst bedeuteten. Kinder, die vielleicht ihre Väter nie gesehen hatten und auch nie sehen würden, da sie tot waren. Kinder, die fragen, warum denn die „Gefallenen“ nicht wieder aufstehen. Kinder, die wissen, was Tod bedeutet, ohne ihn zu begreifen.

Diese Kinder hat Walter Dick nach dem Ende des Krieges fotografiert, dem Ende eines Krieges, dessen Folgen sie mittragen mussten. Jetzt begann der Kampf um Nahrung, um Wohnung, um Kleidung. Wir sehen Kinder, die in Lumpen und Schuhwracks herumlaufen, Kinder, die kein eigenes Bett haben, Kinder, denen man Hunger und Not ansieht. Kinder mit Gesichtern, die von den Erfahrungen gezeichnet sind, Gesichtern, die von Krieg und Not alt und erfahren geworden sind. Und die Gefahren waren nicht vorüber. In den Trümmern wurden viele Kinder verletzt beim Spielen, beim Suchen nach etwas Nützlichem in eingestürzten Kellern und Wohnungen. 

Und doch gibt es auch Bilder der Hoffnung, des Glücks und der Freude. Kinder, die wieder in die Schule gehen, Kinder, die selig auf einem zur Rutsche umfunktionierten verkrümmten Eisenträger herunterrutschen, Kinder, die einen Stein zum Aufbau ihrer Schule mitbringen, Kinder, die sich endlich mal satt essen dürfen bei der Schulspeisung, Kinder, die mit Ferienaktionen endlich mal raus können aus dem Elend und der Not in der zerstörten Stadt.

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Vier Kinder einem Hauseingang in Köln
Vier Kinder einem Hauseingang in Köln
Ein paar Kölner Kinder ("Kölsche Pänz") sind schon wieder zu Faxen vor der Kamera bereit.
Angst und Skepsis bei Kindern in Köln
Angst und Skepsis bei Kindern in Köln
Angst und Skepsis zeigt sich in den Gesichtern dieser Kölner Kinder.
Kölner Kinder in der Nachkriegszeit
Kölner Kinder in der Nachkriegszeit
Gleich zehn Kölner Kinder hat Walter Dick vor dem heruntergelassenen Rolladen fotografiert.
Junge mit Blechspielzeug in den Kölner Trümmern
Junge mit Blechspielzeug in den Kölner Trümmern
In den elenden Zeiten wurde ein kleines Blech mit einer Schnur zu einem Spielzeug für diesen Kölner Jungen.
Kinderspielplatz - Trümmer der Kölner Altstadt
Kinderspielplatz - Trümmer der Kölner Altstadt
Trümmer und Ruinen waren gefährliche Spielplätze für Kölner Kinder
Kinder mit Heißgetränk in der Kölner Altstadt
Kinder mit Heißgetränk in der Kölner Altstadt
In den Zeiten der Not mussten auch die Kölner sich mit Ersatz behelfen. "Muckefuck" war so ein Ersatz.
Kölner Kinder 1946: Zehn "Kölsche Pänz"
Kölner Kinder 1946: Zehn "Kölsche Pänz"
Jahr: 1946 Ort: Straße, Köln Bildnr. WDA007-025 Walter Dick hat viele Kinderfotos gemacht. Hier hat er zehn "Pänz" wie die Orgelpfeifen vor einem geschlossenen Ladenlokal aufgestellt. Das Wort "Pänz" wird in Köln nicht ausschließlich...
Drei Kinder vor einer provisorischen Haustür in Köln
Drei Kinder vor einer provisorischen Haustür in...
Zwei Jungen und ein Mädchen in zerschlissener Kleidung haben sich vor einer provisorischen Haustür aufgestellt.
Schuljunge vor Trümmerbergen in Köln
Schuljunge vor Trümmerbergen in Köln
Viele Kinder im Köln der Nachkriegszeit müssen wie dieser Junge zerschlissene Kleidung und Schuhe tragen.
"Wertvoller Fund" Zwei Kölner Jungen haben Treibstoffkanister organisiert.
"Wertvoller Fund" Zwei Kölner Jungen haben...
Einige Kanister mit Treibstoff waren ein wertvoller Fund für die beiden Kölner Jungen.
Sieben Kölner Kinder vor Trümmerbergen
Sieben Kölner Kinder vor Trümmerbergen
Sieben Kölner Kinder posieren für Walter Dick.
Große und kleine Kinder im zerstörten Köln
Große und kleine Kinder im zerstörten Köln
Ältere Geschwister in Köln mussten Verantwortung für die Kleineren übernehmen.
Verkaufsbude für Heißgetränk in Köln
Verkaufsbude für Heißgetränk in Köln
Kölner Kinder haben sich vor einem Kiosk für Heißgetränk versammelt.
Zwei Mädchen aus Köln ("Kölsche Mädcher")
Zwei Mädchen aus Köln ("Kölsche Mädcher")
Die Gesichter der zwei Kölner Mädchen zeigen trotz Not und Elend Zuversicht und Lebensfreude.
Kölner Kinder mit abgerissenen Kleidern
Kölner Kinder mit abgerissenen Kleidern
Kölner Kinder müssen in mangelhafter Kleidung und zerschlissenen Schuhen herumlaufen.
Die Großen sind verantwortlich für die Kleinen.
Die Großen sind verantwortlich für die Kleinen.
Die großen Kölner Mädchen sind verantwortlich für ihre kleinen Geschwister.
Zwei Kleinkinder in einer Kölner Notunterkunft
Zwei Kleinkinder in einer Kölner Notunterkunft
Diese beiden Kölner Kleinkinder müssen unverschuldet die Folgen des Krieges mit tragen.
Mutter mit drei Kleinkindern in einer Kölner Notunterkunft
Mutter mit drei Kleinkindern in einer Kölner...
Diese Mutter teilt sich mit ihrem jüngsten Kind ein Bett in einer Kölner Notunterkunft.
Kinder ohne Schuhe vor einer Baracke in Köln
Kinder ohne Schuhe vor einer Baracke in Köln
Wenn diese Kölner Kinder überhaupt Schuhe besaßen, dann wurden die bei schönem Wetter geschont und die Kinder liefen barfuß.
Kinder ohne Schuhe in Köln
Kinder ohne Schuhe in Köln
Schuhe und Schuhleder waren auch in Köln ein kaum zu beschaffender Luxus.
Junge und Mädchen aus Köln
Junge und Mädchen aus Köln
Zwei Kinder stehen vor einer hölzernen Wand in Köln.
Kleiner Junge aus Köln
Kleiner Junge aus Köln
Ein kleiner Junge aus Köln steht vor dem Eingang zu einer Notunterkunft
Vier Kölner Kinder
Vier Kölner Kinder
Walter Dicks Dokumentation des Elends sollte Verantwortliche und Politiker aufrütteln.
Drei kleine Kölner Mädchen
Drei kleine Kölner Mädchen
Walter Dicks Fotos dokumentieren das Elend der Kinder in der Nachkriegszeit.
Junge und Mädchen in einer Kölner Notunterkunft
Junge und Mädchen in einer Kölner Notunterkunft
Zwei Kölner Kinder können sich an einem großen Küchenherd wärmen.
Zwei kleine Mädchen in einer Notunterkunft
Zwei kleine Mädchen in einer Notunterkunft
Mangel und Hunger waren der ständige Begleiter sogar der kleinsten Kölner Kinder.
Drei Kölner Kleinkinder in einer Notunterkunft
Drei Kölner Kleinkinder in einer Notunterkunft
Viele Kölner Kinder litten an Mangel und Not der Nachkriegszeit.
Kleines Kölner Mädchen in Lumpen
Kleines Kölner Mädchen in Lumpen
Bilder von Kindern in Not und Elend sollten die Menschen aufrütteln, an der Änderung der Verhältnisse mitzuwirken.
Drei Kölner Kinder in Lumpen
Drei Kölner Kinder in Lumpen
Walter Dicks Fotos sind starke Dokumente für das Elend der Kinder im Köln der Nachkriegszeit.
Kleiner Kölner Junge barfuß und in Lumpen
Kleiner Kölner Junge barfuß und in Lumpen
Der Gesichtsausdruck des kleinen Kölner Jungen, der barfuß und in Lumpen vor der Kamera steht, zeigt Elend und Not der Nachkriegszeit.
Zwei kleine Kölner Mädchen
Zwei kleine Kölner Mädchen
Wie wird die Zukunft für diese beiden Kölner Mädchen aussehen?
Kleiner Junge mit Holzschuhen
Kleiner Junge mit Holzschuhen
Der kleine Kölner Junge trägt Holzschuhe, "Klompen" zum Schutz seiner Füße.
Kleines Mädchen in Köln mit unzureichender Kleidung
Kleines Mädchen in Köln mit unzureichender...
Viele Kölner Kinder verfügten nur über schlechte, unzureichende Bekleidung und Schuhwerk.
Unsicherheit, Traurigkeit und Misstrauen
Unsicherheit, Traurigkeit und Misstrauen
Kinder in Köln müssen die Folgen eines schrecklichen Krieges tragen und ertragen.
Zusammenleben in einer Notunterkunft
Zusammenleben in einer Notunterkunft
Mehrere Generationen einer Kölner Familie leben gemeinsam in einer Notunterkunft.